Historisches


Ob leidenschaftliche Trüffelsucher, Gourmets oder Interessierte für Natur und Geschichte, die geheimnisvollen Edelpilze faszinieren die Menschen seit der Antike.

Bis heute ist längst nicht alles erforscht in der komplexen Welt der Zusammenhänge zwischen idealen Voraussetzungen für Trüffelwachstum und der vermutlich aphrodisierenden Wirkung auf den Menschen.

So verwundert es nicht, dass sich in der Geschichte der Trüffel eine Reihe von Mythen und Sagen rund um die edelste aller Delikatessen ranken.

Deshalb heißt es wahrscheinlich auch:

“In vino veritas, in tuberi fraus.”

...Im Wein liegt Wahrheit, in Trüffel Täuschung!

Der oft wenige Zentimeter unter der Erde heranwachsende Fruchtkörper drückt die Erde beulenartig nach oben. Der Begriff Tuber (lat. Beule bzw. Höcker) geht als mykologisches Taxon auf Pier Antonio Micheli zurück.


Geschichte vergangener Trüffelernten in Deutschland

Kaum zu glauben, aber es gibt Belege dass Deutschland einst auch Trüffelexportland war.

Einst belieferten deutsch Händler mit Trüffeln aus deutschen Wäldern das europäische Ausland. Aus Aufzeichnungen von deutschen Trüffelhändlern geht hervor, dass einzelne Trüffelsammler 60, 80 oder gar über 100 kg Trüffel als Jahresernte erbracht haben.. Da, wie so oft in der Geschichte die guten Fundstellen das Geheimnis eines jeden Trüffelsuchers sind und als solches geheim gehalten wurden, gingen durch gefallene im ersten Weltkrieg viel Wissen um die Trüffelsuche und dafür geeignete Fundstellen unwiderruflich verloren. Dazu kamen noch Streitigkeiten um Sammelrechte überhöhte und stetig steigende Sammellizenzgebühren, die auch dazu führten, dass der einst florierende Trüffelhandel in Deutschland zum Erliegen kam.

Vermutlich aus Unkenntnis über Trüffelvorkommen in Deutschland wurde dann auch noch der Trüffelpilz unter Naturschutz gestellt. Das Ende des einstigen Trüffelhandels war hiermit besiegelt. Dabei wäre es wahrscheinlich für so manchen Waldbesitzer eventuell ein lukrativer Nebenverdienst zum Ertrag aus dem reinen Holzeinschlag, wenn er in seinem Waldbereich auch Lagen für Trüffelvorkommen hat. So verwundert es nicht, dass es europäische Nachbarländer gibt, die durch den Export von Trüffel an die ganze Welt, mehr Einnahmen haben als die komplette Holzproduktion in deutschen Wäldern.

Wäre es nicht sinnvoll und naheliegend, in für Trüffeln geeigneten Waldbereichen Mykorhizapilze anzusiedeln?!