Bodenabsenkung


Lorenzo plötzlich vom Erdboden verschluckt ... 22.März 2015

Bodenabsenkung_01 Beim Sontag-Morgen-Spaziergang mit Cesare und Lorenzo in der Gemarkung Lich-Langsdorf lief Lorenzo in der Nähe des Waldrandes über eine nach Norden geneigte Hangwiese einige Meter vom Weg, als er plötzlich wie vom Erdboden verschluckt nicht mehr zu sehen war. Mein Blick ging zu der Stelle wo ich ihn als letztes gesehen hatte, da sprang er wie aus einem Loch wieder an die Oberfläche. Als ich zu der Stelle lief, dachte ich erst an einen Fuchs- oder Dachsbau, aber da war kein Erdaushub und weder Lorenzo noch Cesare zeigten an, dass da ein Tier ein Loch gebuddelt hat. Mitten in der Wiese stand ich nun vor einem etwa Quadratmeter großem Loch, an der die Grasnarbe ca. knietief eingebrochen war. Am Rand des Erdloches konnte man sogar in einem Hohlraum ca. 1-2 Meter nach unten sehen. Cesare und Lorenzo wunderten sich zwar über die Erdabsenkung und das dadurch entstandene Erdloch, aber weil es da offensichtlich nichts zu schnuppern gab, war ihnen die Sache schnell langweilig. Ich allerdings war sehr neugierig was da wohl eingebrochen ist, wie weit man in den Hohlraum hinab sehen kann, was verursachte die Bodenabsenkung u.s.w. und machte einige Fotos vom mysteriösen Fundort.

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Nachtwanderung zur mysteriösen Erdabsenkung ... 23.März 2015

Der Gedanke da ist vermutlich ein von Menschenhand gemachter Hohlraum eingestürzt ließ mir keine Ruhe mehr und ich informierte gleich am Montag Früh die Abteilung Hessen Archäologie des Landesamtes für Denkmalpflege. Nachdem ich aufgefordert wurde dort einige Fotos von der entdeckten Erdabsenkung hinzu mailen bekam ich sogleich einen Rückruf und ein Mitarbeiter der archäologischen Abteilung fragte mich wo genau sich die entdeckte Erdabsenkung in der Gemarkung befindet. Am Abend, es war schon dunkel, bin ich mit meiner Tochter Katharina, Taschenlampe und Foto und Cesare und Lorenzo dabei noch mal zur Fundstelle gegangen. Dieses Mal hatte ich auch alte Kleidung an und legte mich mit dem Fotoapparat auf den Bauch in Richtung der Erdspalte die durch die Absenkung frei gelegt am Rande des Erdloches zu sehen war, um von Inneren Hohlraum mit Blitzlicht ein paar Fotos zu machen. Weil die Erde trocken und locker war bin ich, die Kamera in beiden Händen nach vorne ausgestreckt, tiefer in den Hohlraum gerutscht, so dass Katharina Papa schrie und mich an den Hosenbeinen festgehalten hat. Jetzt habe ich mit der Kamera einige Bilder gemacht und versucht alle Bereiche des Hohlraumes zu erwischen. Am Grund des Hohlraumes ist neben der braunen Erde ein grauer Gegenstand zu erkennen, doch selbst mit Vergrößerung ist noch nicht klar erkennbar was genau das sein könnte.

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Fotos des unterirdischen Gewölbes mit Teleskopverlängerung und Selbstauslöserfunktion ... 24.März 2015

Bodenabsenkung_03 Weil ich selbst mit ausgestreckten Armen in der Erdspalte liegend, nicht alle Ecken und Hohlräume fotografieren/einsehen konnte, habe ich am dritten Tag den Fotoapparat auf Selbstauslösung (12 Sekunden) gestellt und ihn dann mit einer Teleskopstange noch ca. 1,8m weiter in das Erdgewölbe geschoben. Hierbei konnte ich bereits am zurückgeworfenen Blitzlicht erkennen, dass sich hinter kleinen Spalten in den Ecken des Erdgewölbes weitere Hohlräume befinden, die dann auch auf den Fotos zu sehen sind.

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Zeitungsbericht Gießener Anzeiger - „Schwups, da war Lorenzo weg!“ vom 02.04.2015

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Zeitungsbericht Gießener Allgemeine - „Loch in Langsdorf gibt Rätsel auf“ vom 08.04.2015

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Verkehrssicherung der Einbruchstelle Bergwerksstollen in der Gemarkung Langsdorf 26. April 2015

Offensichtlich mit schwerem Gerät, wurde jetzt die Einbruchstelle, der von Lorenzo entdeckten Erdabsenkung, mit Erdreich verfüllt und das Wiesengebiet weiträumig ca. 30 x 30 Meter mit einer Raupe planiert. Ob es im Zuge der Verkehrssicherung seitens der Ämter noch weitere Untersuchungen gegeben hat ist noch nicht bekannt.